S.M.A.R.T.E. Ziele zur Fokussierung

Die folgenden Erläuterungen können Sie sich auch als Video ansehen!

Ein Formular zur Erfassung Ihrer SMARTEN Ziele können Sie hier downloaden.

Ziele bringen Orientierung in einer chaotischen Welt!

Ist das so? – Wirklich?

Es gibt sehr viele Anregungen zur Arbeit mit Zielen.
Es gibt auch sehr viele Kurzformeln, Geheimtipps und „In fünf Schritten zum garantieren Erfolg“-Beiträge. Macht das jetzt Sinn – oder nicht?

Ich würde mal sagen: Es kommt darauf an. Also eins nach dem anderen:

Fokussieren!

Zunächst einmal muss ich mit mir klären WARUM? ich etwas will. Was ist meine Motivation, der Sinn, der für mich hinter dem Ziel steckt. Bereits beim Nachdenken über diesen Punkt merkt man oft schnell, ob man wirklich hinter dem Ziel stehen kann und will.
Oft lernt man an dieser Stelle Stelle auch etwas darüber, was man eigentlich erreichen möchte.
Will ich wirklich den Ironman-Marathon gewinnen oder geht es mir lediglich darum mich wieder fit und wohl in meiner Haut zu fühlen?
Warum will ich mehr Sport machen? Macht es Sinn, sich in einem Fitnessstudio anzumelden und sich weiter von Fastfood und Schokolade zu ernähren (Glauben Sie mir, gerade bei letztem Punkt weiß ich genau wovon ich rede..)?

Wenn ich diesen Punkt geklärt habe, kann ich prüfen was ich – so ungefähr – dafür tun werde. Mehr Sport und eine Umstellung der Ernährung? Klingt nach einem guten Anfang für das persönliche Wohlbefinden.

Noch ein Schritt weiter: Was will ich erreichen? Mein Gewicht halbieren? Hundert Jahre alt werden?
Na ja von allem ein bisschen, aber ganz genau weiß ich es noch nicht.

Konkretes Ziel nach der S.M.A.R.T.E.n Formel

Jetzt fange ich an mit mir alleine oder noch besser im Gespräch mit anderen, zu prüfen, ob ich ein zu mir und meiner Ausgangssituation passendes Ziel finde.

„Ich werde ab nächster Woche damit anfangen zu versuchen ein bisschen mehr Sport zu machen…“

Was ist denn „ein bisschen mehr Sport“? Zu Fuß zum Kühlschrank und zurück – mindestens 3 mal am Abend?
Wohl eher nicht. Das erste Kriterium für ein funktionierendes Ziel lautet:

Spezifisch

Ein spezifisches Ziel definiert genau, was wir tun werden.

In unserem Fall zum Beispiel die Sportart. Wenn ich gerne laufen gehe, kann das also bspw. Joggen sein.

Messbar

Wie oft und wie lange gehe ich denn künftig joggen?
Bei einem messbaren Ziel kann ich später nicht mit mir oder anderen darüber diskutieren, ob ich es erreicht habe.
Für unser Joggingbeispiel: Wie oft in der Woche, wie weit oder wie lange? 

Als wenn es schon wäre

Das beste Selbstüberprüfungskriterium:
Wenn ich mir wirklich vorstellen kann, dieses Ziel zu erreichen, kann ich es ohne Einschränkungen formulieren.
Kein „Wenn und Aber“, kein „versuchen“, kein „damit anfangen“.

Als wenn es schon wäre bedeutet: Ich werde XYZ machen!

Realistisch

Hören Sie Ihrer inneren Stimme dabei zu, wenn Sie sich das gewählte Ziel in dieser neuen Formulierung im Geist vorlesen.

Sie werden sofort merken, ob Ihre innere Stimme, ihr Bauchgefühl oder Ihr Herz Ihnen zuschreit: Machen wir! oder Nicht mal im Traum! Das wird nie was!

Daran erkennen Sie sofort, ob dieses Ziel umsetzbar, also realistisch für Sie ist.

Terminiert

Terminiert bedeutet ganz einfach das Ziel mit einem Zeitrahmen zu versehen. Bis wann? werde ich dieses Ziel erreicht haben?

Bitte kein in ein bis zwei Jahren. Schreiben Sie den genauen Tag auf, an dem Sie Ihre Zielerreichung kontrollieren werden. Nur dann können Sie mit Ihrem Bauchgefühl und dem Einsatz Ihres rationalen Denkens (was steht noch an? worum muss ich mich noch kümmern? wieviel Zeit brauche ich für die Umsetzung?) fühlen, ob Ihr Ziel funktioniert.

Eigener Einfluss

Der letzte Check erklärt sich von selbst, gehört aber immer dazu. Unterliegen alle mit dem Ziel zusammenhängenden Faktoren meinem eigenen Einfluss?

Oft ist es ja gerade bei den guten Vorsätzen hilfreich, sich mit anderen zusammen zu tun. Aber dabei ist die Versuchung groß andere mit in die Verantwortung für die eigenen Ziele einzubinden.

Sie können diese Formel gerne auch für eine Gruppe verwenden. Dann muss aber auch die Diskussion und Festlegung des Ziels in der Gruppe erfolgen.

Wenn Sie ein Ziel für sich selbst finden möchten, achten Sie also darauf, dass alle Aktivitäten für die Zielerreichung auch ausschließlich von Ihnen abhängen.

Das Ergebnis in einem Satz

Zu guter Letzt fassen Sie alle Ihre Überlegungen in einem Satz zusammen.
Diesen beginnen Sie mit „Ich werde … tun…“ und irgendwo steht ein „bis zum XX.YY.20XX“.

Wenn sich dieser Satz für Sie gut anfühlt und Sie in laut sagen können, ohne dass es „irgendwo zwickt“, haben Sie ein gutes Ziel gefunden.

Es passt dann auch sicherlich zu Ihrem Fokus und den Vorstellungen davon, wofür Sie stehen wollen und was Sie erreichen möchten.

Viel Spaß bei der Umsetzung und viel Erfolg beim Ziele erreichen.

PS: Ein wirklich wertvoller Erfolg bei der Anwendung des S.M.A.R.T.E.n Zieleschemas kann es auch sein, für Sich zu erkennen, das es momentan noch keinen Sinn macht, sich auf ein konkretes Ziel im einen oder anderen Zusammenhang einzulassen. Akzeptieren Sie das, verschaffen Sie sich mehr Informationen zum Thema oder eine bessere Ausgangsposition!

Das Formular zur Erfassung SMARTER Ziele können Sie hier downloaden.